Das führende Nachschlagewerk der Verpackungsindustrie seit 1987

Der italienische Backwarenhersteller San Giorgio Dolce & Salato setzt auf eine vollautomatische Anlage

Drucken

Meisterleistung: Backwaren sorgsam gefüllt

Als erster Hersteller brachte das italienische Familienunternehmen San Giorgio Dolce & Salato vorgebackene, gefüllte und anschliessend gefrorene Croissants auf den Markt. Für diese Produktinnovation benötigte das Unternehmen eine Anlage, die verschiedene Füllungen schonend in die Backwaren injiziert und diesen Vorgang effizient mit dem Endverpackungsprozess kombiniert. Eine für den italienischen Neukunden eigens entwickelte Anlage der Gerhard Schubert GmbH meistert die anspruchsvolle Aufgabe.

Innerhalb kurzer Zeit verwandelte Sabato Bruno in den 1980er-Jahren eine kleine Bäckerei in Castel San Giorgio bei Salerno in ein erfolgreiches, 150 Mitarbeiter starkes Unternehmen, das ein umfangreiches Sortiment an Backwaren für den Food-Service bietet. Als Neuheit brachte das familiengeführte Unternehmen vorgebackene Croissants für die Gastronomie auf den italienischen Markt. Die Idee dahinter: guten Geschmack und die Schnelllebigkeit der heutigen Zeit zu vereinen. Die bereits vorgebackenen Teiglinge sind praktisch für die Baristas, die die gefrorenen Croissants schnell fertigbacken und ihren Kunden servieren können. Sie profitieren aber nicht nur von der Zeitersparnis bei der Zubereitung, sondern auch von einem äusserst hochwertigen und schmackhaften Produkt.

Je zwölf Croissants werden auf dem Transmodul platziert – und das mit einer Geschwindigkeit von 160 Produkten in der Minute. Foto: Gerhard Schubert GmbH

Überzeugend: hochwertige, integrative und skalierbare Technologie

Notwendig für diese Innovation auf dem Food-Markt war eine neue, vollautomatische Anlage, die die Aufgaben des Füllens und Verpackens der Backwaren effizient erfüllt und dabei äusserst schonend mit den Produkten umgeht. Auf der Fachmesse IPACK-IMA 2015 informierte sich San Giorgio Dolce & Salato über mögliche Technologien – und wurde auf Schubert aufmerksam.

Bereits in der Angebotsphase konnte der Verpackungsspezialist mit seiner professionellen Projektbegleitung punkten. Die Experten von Schubert setzten sich von Anfang an intensiv mit den Besonderheiten des Produkts auseinander. Eine Herausforderung bestand darin, bei der Konzeption der Gesamtanlage eine Injektionsstation des Maschinenherstellers Canol zu integrieren. Dafür arbeitete der Verkaufs- und Projektverantwortliche von Schubert, Antonino Lanza, eng mit Canol zusammen. Das Ergebnis ist ein exakt auf die Robotertechnologie von Schubert abgestimmter Injektor. Darüber hinaus überzeugten den Kunden die schonende und sichere Greifertechnologie sowie die für Schubert-Maschinen typische Flexibilität. So ist es möglich, unterschiedliche Füllungen zu injizieren, und zwar sowohl in die Croissants als auch in andere Backwaren. Neben den technologischen Vorzügen war für den Kunden zudem die vertrauensvolle Zusammenarbeit wichtig, die von Beginn an gegeben war – von Familienunternehmen zu Familienunternehmen.

Die gefüllten Croissants werden von einem F2-Roboter vom Transmodul gegriffen und in drei Reihen auf dem Band abgelegt. Foto: Gerhard Schubert GmbH

Pick-and-Place-Roboter mit schonenden Greifern

Die Anlage, die Schubert für den Kunden entwickelt hat, besteht aus vier Teilmaschinen. Innerhalb der Anlage übernehmen drei Pick-and-Place-Roboter sowie zwei F2-Roboter das Handling der Croissants. Das beginnt direkt nach dem Backen: Aus dem Ofen werden die Backwaren zur Vorgruppierung in die erste Teilmaschine befördert. Dort kontrolliert zunächst ein 2D-Bilderkennungssystem die Position der Produkte und übermittelt die Daten an die F4-Roboter in der nächsten Station. Gesteuert von zwei Servomotoren können diese in einem zweidimensionalen Arbeitsfeld beliebige Bewegungen ausführen. Da die Croissants empfindliche Backwaren sind sowie in Höhe, Dichte und Konsistenz variieren, muss der Roboter sorgsam mit ihnen umgehen. Das stellen vier Greifer und eine flexible Dämpfung an den Roboterwerkzeugen sicher, die die weichen und noch warmen Produkte nicht eindrücken oder beschädigen.

Die Pickerarme greifen die Croissants einzeln und legen sie in Zwölferreihen mit gleichmässigem Abstand auf Transmodule. Diese Transportroboter bringen die Croissants zur Injektionsstation, in der ein Aggregat die Füllung mit Marmelade, Schoko- oder Vanillecreme vornimmt. Ein Roboter fixiert die Gebäckstücke, das Aggregat mit zwölf Injektionsnadeln fährt heran und sticht die Nadeln hinein. Auch hier ist Flexibilität gefragt: So sind die Nadeln in der Höhe verstellbar, ebenso lässt sich einrichten, wie tief sie die Füllung in die Backwaren injizieren. Dank Steckverbindungen lässt sich die Injektionsanlage komplett aus der Anlage fahren, um sie zu reinigen und auf andere Füllungen umzustellen.

Nachdem die Croissants befüllt wurden, platzieren F2-Roboter sie wiederum in Zwölfer-Gruppen auf dem Band. Anschliessend durchlaufen sie einen Froster. Im letzten Schritt werden die tiefgekühlten Produkte einzeln oder zu je drei Produkten in Schlauchbeutel oder von der nächsten Schubert-Anlage in Kartons endverpackt.

Die gefederten Greifer fixieren die Croissants sorgsam auf dem Transmodul, damit sie beim Befüllvorgang nicht verrutschen. Um Schwankungen auszugleichen, sind die Injektionsnadeln in Höhe und Tiefe verstellbar. Foto: Gerhard Schubert GmbH

Zukunftsorientiert aufgestellt

Dank dieser Automatisierungslösung kann San Giorgio Dolce & Salato pro Minute 160 Croissants füllen und verpacken. Diese effiziente Kombination von Injektion und Endverpackungsprozess ist für das italienische Unternehmen von grossem Vorteil, ebenso wie die Flexibilität, die es ermöglicht, dass auf derselben Anlage beziehungsweise nach demselben Prinzip unterschiedliche Backwaren gefüllt und verpackt werden können. Damit ist San Giorgio Dolce & Salato jederzeit in der Lage, das Angebot an vorgebackenen Backwaren zu erweitern. Das Beispiel zeigt: Moderne Produktions- und Verpackungseinrichtungen sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für das weitere Wachstum des Familienunternehmens.

Über die Gerhard Schubert GmbH

Die Gerhard Schubert GmbH ist weltweit anerkannter Marktführer für Top-Loading-Verpackungsmaschinen (TLM). Das Familienunternehmen aus Crailsheim (Baden-Württemberg, Deutschland) setzt bei seinen digitalen, roboterbasierten Verpackungsmaschinen auf ein Zusammenspiel von einfacher Mechanik, intelligenter Steuerungstechnik und hoher Modularität. Mit dieser Philosophie und einer eigenen Innovationskultur beschreitet das Unternehmen seit über 50 Jahren völlig eigenständige technologische Wege.

Mit seiner TLM-Technologie stellt der Maschinenbauer seinen Kunden zukunftssichere Verpackungsmaschinenlösungen bereit, die einfach in der Bedienung, flexibel in der Formatumstellung, hochleistungsfähig und stabil in der Funktion sind. Die TLM-Verpackungsmaschinen verpacken Produkte jeglicher Art und Branche – von Lebensmitteln, Süsswaren, Getränken, Pharmazeutika, Kosmetik bis hin zu technischen Artikeln – in Trays, Kartons, Schachteln oder in Schlauchbeutel.

Namhafte Marken wie Ferrero, Nestlé, Unilever oder Roche vertrauen gleichermassen auf Automatisierungslösungen von Schubert wie zahlreiche kleine, mittelständige und familiengeführte Unternehmen. Gegründet im Jahr 1966, beschäftigt die heute in zweiter Generation geführte Unternehmensgruppe 1300 Mitarbeiter.


Gerhard Schubert GmbH

Hofäckerstr. 7

D-74564 Crailsheim

Telefon +49 7951 400-0
Fax +49 7951 8588

info@gerhard-schubert.de
www.schubert.group